Der sinkende Bestand an Sozialwohnungen, bedingt durch rückläufige Förderung des Baus solcher Wohnungen seit 2006 und den Umstand, dass sie nur befristete Zeit als Sozialwohnung angeboten werden müssen, tragen auch mit zur [Verschärfung der Wohnungslosenkrise in Deutschland bei](https://web.de/magazine/politik/inland/wohnungslosigkeit-krise-unsichtbar-bleibt-41666216). So hat sich die Zahl der Wohnungslosen seit 2021 fast verdreifacht. Hohe Mieten und Zwangskündigungen wegen Nicht-Zahlung der hohen Energiekosten sind weitere Gründe. Nur ein System aus Notunterkünften verhindert, dass aus Wohnungslosen Obdachlose werden. Doch wegen klammer Kassen haben einige Kommunen schon bei der Wohnungslosenhilfe gekürzt. Der Koalitionsvertrag sieht zwar vor, die Investitionen in den sozialen Wohnungsbau schrittweise wieder zu erhöhen, aber aus Sicht der Sozialverbänden viel zu wenig.
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